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Tagebuch einer Familienwanderung durchs Emmental

25.08.2012 | von: Christian_Billau | Tags: Angebote, Emmental News, Impressionen, Natur, Wandern | 1

Beat Bieri aus Traschselwald, seine Frau Rita und die Kinder Noah (5), Leon (3) und Luis (1) haben in den Sommerferien eine Tour durchs Emmental gemacht. Die Familie hat die abenteuerliche Wanderung für uns als Tagebuch festgehalten.

 

Sonntag, 22. Juli
Eigentlich wollten wir heute starten. Aber eine langwierige Sommergrippe hat Rita flachgelegt. Und da sie unseren Jüngsten die ganze Zeit tragen muss, haben wir den Aufbruch verschoben. Damit sich Rita etwas ausruhen kann, besucht Vater Beat mit den beiden Grossen den Bikergottesdienst an der Bikerparty in Sumiswald. Zwei Tage Regen haben Spuren hinterlassen auf dem Gelände: Alles ist dreckig. Aber immerhin, das Wetter wird zunehmend schön. Also, ab nach Hause, fertig packen.

 

1. Tag, Montag, 23. Juli

Müde geworden

Um sieben Uhr stehen wir auf, essen Frühstück und gehen die letzten paar Sachen einkaufen. Endlich haben wir fertig gepackt. Von unserem Wohnort im Schloss Trachselwald geht es kurz nach zehn Uhr los. Schon bald gibt es Probleme mit dem Velowagen, dabei sind wir doch erst seit 10 Minuten unterwegs. Aber egal, wir sind gestartet – und wir führen unsere Reise fort, defekter Wagen hin oder her. Bald kommen wir zu einem Bauernhof, wo wir das kaputte Rad flicken können. Das kostet Zeit. Erst nach 14 Uhr geht’s weiter. Beim Hof „Senggen“ haben wir mit dem Bauern ausgemacht, dass wir zelten dürfen. Die Wiese am Waldrand ist frisch gemäht, das Panorama hier herrlich. Wir machen Feuer, bräteln eine Wurst und gehen früh in die Federn. Die Kleinen mochten gut mithalten beim Laufen, aber jetzt ist es Zeit, sich auszuruhen.

 

2. Tag, Dienstag 24. Juli

Das Zelt

Wieder stehen wir kurz nach sieben Uhr auf, machen das Frühstück, packen alles zusammen. Bevor wir gegen 10 Uhr weiterwandern, reden wir noch ein wenig mit dem Bauern. Aber unsere zweite Etappe wartet: Der Weg auf die Lüderenalp.Der Weg hat es in sich, von der Sparenegg bis zur Lüderen gibt es kaum Schatten und die Strasse ist meist geteert. Aber wir halten durch und schon kurz nach Mittag kommen wir an. Wir essen ein Eis dort oben und bekommen einen Streit unter dem Personal mit. Kosten tut es hier auch einiges, aber die Glace schmeckt uns allen gut. Nach dieser Verschnaufpause ziehen wir weiter Richtung. Rafrüti. Auch dort legen wir eine Pause ein, traumhaft schön hier oben! Weiter geht es nach Rämis, wo wir Brot und Eier erhalten, die Batterien von Handy und Fotoapparat aufladen können. Zudem gibt es hier für uns einen Zeltplatz. Alles läuft bestens. Erst gegen 22 Uhr gelingt es uns, Nachtruhe zu machen. Es war ein aufregender, aber genialer Tag!

 

3. Tag, Mittwoch, 25. Juli

Bereit fürs grosse Abenteuer

Heute stehen wir erst kurz vor 9 Uhr auf. Unser Zelt steht im Schatten und wir können prima ausschlafen. Zum Zmorge gibt es Spiegelei und Brot. Gegen 11 Uhr sind wir parat für den Marsch Richtung Langnau. Die Jungs sind heute etwas schwieriger unterwegs und wir Eltern befürchten schon Schlimmeres. Aber beim nächsten Bauernhof können wir unsere Wasserflaschen auffüllen und die Buben helfen ein wenig auf dem Hof mit, das macht ihnen Spass.
Ein heisser Tag wird es. Richtung Farnsrüti gibt es kaum Schatten und die Strassen sind wieder nur geteert. Aber wir schaffen auch das: Nach 3 Tagen wandern und zwei Nächten im Zelt erreichen wir den Äntelipark beim Spital Langnau. Yes! Der Bus bringt uns auf den Zeltplatz in der Gohl, wo wir einen tollen Abend verbringen können.

 

4. Tag, Donnerstag, 26. Juli

Tolle Stimmung

Heute gibt es ein gemütliches Frühstück, eine Dusche und ein Gratiskonzert von zwei belgischen Jungs, welche in Langnau an den Jazz nights waren und jetzt unsere Nachbarn sind. Mit dem Postauto fahren wir nach Langnau, checken am Bahnhof die Verbindungen, kaufen einen Strohhut und machen uns auf den Weg in die Badi in Langnau. Eine heisse Strecke. Aber wir freuen uns, als wir ankommen. Aber welch andere Welt: Nach drei Tagen in der Wildnis fallen uns die vielen Leute hier richtig auf. Später geht’s zurück an den Bahnhof, wieder heiss. Und ein Problem: Der Velowagen passt nicht durch den Eingang des Kamblyzuges. Kurz Action! Der Wagen bleibt am Bahnhof, dafür bezahlen wir 3 Franken. Aber wir sind nun im Zug nach Trubschachen, wo uns Irene von ober Altösch (Beizli) in Trub abholt. Die Jungs sind glücklich! Sie dürfen mit dem Traktor mitfahren, Heuballen heimbringen. Nach dem Nachtessen sitzen wir alle gemütlich im Hot Pot, so cool! Der Nuggi von Leon ist in Langnau im Wagen – aber es gibt trotzdem irgendwann Ruhe. Und wir Eltern können uns erneut in den Hot Pot setzen.

 

5. Tag, Freitag, 27. Juli

Wunderland - Wanderland Emmental

Luis kommt bereits vor 6 Uhr. Der Vater kann auch nicht mehr schlafen, geht darum duschen und Kaffee trinken. Pünktlich zum Sonnenaufgang hat er schon wieder seinen Platz im Hot Pot. Gegen sieben Uhr sind alle auf, es folgt ein gutes Gespräch mit der Wirtin und die anschliessende Fahrt zurück nach Langnau. Den Wagen abholen. Es ist schon wieder heiss! Nun folgt der Ausflug ins Kambly-Erlebnis. Und schliesslich geht’s weiter nach Luzern, an den Vierwaldstättersee, Schifffahren und baden ist angesagt!

 

 

 

6. Tag, Samstag, 28. Juli
Von Luzern geht’s via Wohlhusen, Huttwil und Sumiswald zurück nach Trachselwald. Unsere Emmentalwanderung und die Rundreise um den Napf waren wunderschön!!!

 

Weitere Routen und Wander-Ideen im Emmental finden Sie hier: Wandern im Emmental

 



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Kommentare

Hallo Rita und Famile
Beim suchen nach eurer Adresse bin ich auf diesen Reisebeitrag gestossen. Wirklich interessant was ihr mit euren Buben alles erlebt hat. Spannend…macht weiter so… liebe Gruess dini Gotte im Gwatt


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