25 Jahre Langnau Jazz Nights, 21. Juli bis 25. Juli 2015

Wer hochkarätigen Jazz mag, der darf die Langnau Jazz Nights nicht verpassen. Bereits zum 25. Mal findet dieser hochstehende, aus der Langnauer Kulturszene nicht mehr wegzudenkende Anlass statt.

©foto-graf.ch
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Den Veranstaltern gelingt es, Jahr für Jahr Top-Acts und wichtige Schweizer Musikschaffende ins Emmental zu holen. Dank Kursen für Jazz-Improvisation, Junior Jazz Workshops und Junior Jazz Meetings etablierten sich die Langnau Jazz Nights auch als Vernetzungsplattform in der Szene.

Der Junior Jazz Workshop soll nicht als Konkurrenz für die verschiedenen Jazzschulen, sondern als Ergänzung dazu dienen. Die Workshops werden von international bekannten Musikern und Musikpädagogen geleitet und das Erlernte kann jeweils auf der OpenAir Bühne auf dem Viehmarktplatz vor Publikum vorgetragen werden. So kommt es vor, dass Junior Jazzer/innen auf „alte Hasen“ aus dem In- und Ausland treffen und sich austauschen können, wobei natürlich vor allem die Juniors profitieren.

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Meistens etwas „besinnlicheren“ Jazz bietet das Konzert in der Kirche. In diesem Jahr tritt die in der syrischen Stadt Aleppo aufgewachsene Sängerin Houry Dora Apartian auf (Artikel im Bund, 19.06.2015, „ Ich kann meinem Volk nur mit Singen helfen“).

In der Formation „Hekiat “ treffen vier namhafte Schweizer Musiker auf eine Sängerin, welche durch ihre armenische Herkunft das Projekt prägt. Die sozialen und kulturellen Aspekte wie auch die Vielfältigkeit der traditionellen armenischen Musik, das „Neuland“ gewissermassen, inspiriert die jungen Musiker und fliesst grosszügig in die Kompositionen und Arrangements ein. Das Resultat ist eine, von jedem Mitglied individuell geprägte und kulturell irgendwo zwischen Europa und dem Mittleren Osten anzusiedelnde Musik, welche durch die eingespielte Band jedoch als einheitliche Klangwelt rezitiert wird.

Nebst Konzerten, Jam-Sessions und Verpflegung bieten die Jazz Nights bildenden Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform für eine Einzelausstellung. Der Fokus richtet sich in Anlehnung an den musikalischen Schwerpunkt auf die Improvisation in der Malerei. New York, die Stadt der Träume, der Musik, der Kunst und der Taxis, die sich wie gelbe Fische in den Strassenschluchten tummeln. Die grossformatigen Gemälde von Bruno Fauser, geprägt von Sehnsucht nach dem amerikanischen Licht und der Dynamik von New York, bringen die Ausstellung zum grooven.  Kein Ort könnte besser geeignet sein als die alte Halle der Kupferschmiede, um Kunst, Jazz und Restaurations- sowie Barbetrieb zu einem Gesamterlebnis zu vereinen. Die erstklassigen Konzerte in der Kupferschmiede ( Reservation empfohlen) und auf dem Viehmarktplatz sowie jeweils am Samstag Nachmittag in der Reformierten Kirche Langnau bieten viel Abwechslung und gute Stimmung. Ein vielfältiges Restaurationsangebot sorgt für das leibliche Wohl.

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Noch eine Besonderheit: „Blues“ – die offizielle Währung an den Langnau Jazz Nights. Auf dem Viehmarktplatz sowie in der Kupferschmiede (ausser im Restaurant Kupfergabel) kann während des Festivals nur mit „Blues“ bezahlt werden. Je zwei „Blues Change“-Stellen an den Konzertplätzen garantieren einen reibungslosen Ablauf.

Vorverkauf: Tickets online reservieren

Text: Therese Sommer
Bilder: © foto-graf.ch

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