Dem Töpfer über die Schulter geschaut

In wenigen Tagen heisst es im Rüttihubelbad wieder: Willkommen zu den Emmentaler Filmtagen. Besonders spannend ist der Film des Aargauers Peter Schurte. Er hielt in der Töpferei Kohler in Schüpbach mit der Kamera eindrückliche Einblicke in eine Familientradition fest.

In Walkringen finden bereits zum dritten Mal die Emmentaler Filmtage statt. Vom 12. - 14. Oktober 2012 wird im Kulturzentrum Rüttihubelbad eine vielseitige Auswahl an Kurzfilmen gezeigt. Rund 1'900 Filme wurden aus der ganzen Welt ins Emmental geschickt, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. 80 davon sind während dem Festivalwochenende in nicht ganz alltäglichen Vorführräumen zu sehen. Die jüngsten Gäste haben ihr eigenes Reich im Familienkino. Das Programm ist in 22 Blöcke à 40-50 Minuten aufgeteilt.

Als Festivalauftakt ist der 90-minütige Dokumentarfilm „Achterbahn“ zu sehen. Der Film porträtiert auf einfühlsame Weise eine deutsche Schaustellerfamilie, die einen Vergnügungspark aus der ehemaligen DDR wieder zum Leben erwecken will. Als das Vorhaben schief geht, nimmt die Geschichte einen unerwarteten Verlauf.

Aus Emmentaler Sicht ist natürlich das Werk von Peter Schurte interessant. Er hat sich der traditionsreichen Töpferei Kohler in Schüpbach angenähert: Die Töpferei Kohler in Schüpbach ist seit 1869 die älteste Töpferei im Emmental und wird in vierter Generation geführt. Der Filmemacher Peter Schurte aus Zofingen begleitet mit seiner Kamera das Aufbereiten von Lehm, das Töpfern und das Malen von Langnauer Keramik. Entstanden ist ein sinnliches Porträt über ein uraltes Handwerk (Link zum Trailer). Der Film feiert an den Emmentaler Filmtagen Mitte Oktober Premiere.

Übrigens: Schon letztes Jahr sorgte Schurte mit einem eindrücklichen Emmentaler Film über das goldene Handwerk im Emmental für Aufsehen.

Text: Verena Zürcher, Bilder: zvg

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