Der Alpbeizli-Führer zum Emmental ist da!

Im Auftrag der Weber Verlag AG in Gwatt bei Thun habe ich in den letzten Monaten die Alp-und Besenbeizli des Emmentals und des angrenzenden Wandergebiets zusammengetragen. Gemäss dem Konzept des Weber Verlags heisst das Buch "Alpbeizli-Führer". Im Emmental gibt es aber weniger Alpbeizli als anderswo. Dafür unzählige Besen-und Bauernbeizen. Sie werden in diesem Buch vorgestellt.

Es ist gut für unsere Region, dass die Reihe der beliebten Berg-und Alpbeizliführer nun durch eine Emmentaler Ausgabe erweitert wird. Freilich lockt das sanfte Hügelgebiet mit den dunklen Wäldern, den saftigen Matten, den weiten Alpweiden, den schattigen Gräben und sonnigen Eggen nicht mit spektakulären Felsformationen und Edelweiss und Alpenrosen. Dennoch gilt das Emmental als das Wanderland schlechthin. Und als Wunderland. Die Vielfalt im Tal der Emme und ihrer Zuflüsse ist gross, die Wanderwege variantenreich und gut im Schuss. Auf den Aussichtspunkten gibt es seit jeher Beizen, mal als „Alpwirtschaft“, mal als „Bergrestaurant“ geführt.

Aber da ist noch mehr. Vor allem in den letzten 20 Jahren sind vielerorts sogenannte Besenbeizen entstanden. Kleine, meist an Bauerhöfen angegliederte Einkehrmöglichkeiten, die zumindest früher mit einem stehenden Besen signalisierten, dass das Beizli offen ist. Auch aus dem Projekt „Schlafen im Stroh“ sind Bauernbeizli entstanden, die einladend sind und oft mit währschaften Eigenprodukten wie Milch, Käse, Brot, Wurst und allerlei Konfitüren auf sich aufmerksam machen.

Sie möglichst vollzählig zu finden war meine Aufgabe, sie kurz und informativ vorzustellen Sinn und Zweck dieses Führers. Unterstützt hat mich dabei Hanny Wyss aus Langnau. Als gebürtige Emmentalerinnen wissen Hanny Wyss und ich zwar einiges über unsere Heimat – und doch hat uns die Recherche nach Emmentaler Bauern-und Alpbeizen immer wieder in neue Gräben und auf neue Eggen geführt, welche wir bis anhin höchstens dem Namen nach kannten. Wunderschöne Plätze, habliche Höfe, die mit viel Liebe und Aufwand gepflegt werden, lagen an unseren Wegen. Und wir trafen engagierte Gastgeber, die sich freuen, wenn Menschen von nah und fern den Weg zu ihnen finden.

Eine weitere Kategorie sind die ehemaligen und sehr geschichtsträchtigen Emmentaler Bäder. Die meisten von ihnen sind heute Gaststätten - einige kleine Betriebe fanden ihren Platz ebenfalls in diesem Büchlein.

Der Alpbeizli-Führer Emmental ist seit letzter Woche im Handel erhältlich.

www.weberverlag.ch

Text und Bilder: Verena Zürcher

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