Ein Iglu-Erlebnis der Extraklasse

Kemmeriboden-Bad? Eine historische Adresse! Jeremias Gotthelf war auch schon hier, beobachtete Szenen in der  Gaststube und schrieb: «Als sie endlich sassen, da hätte man gar nicht bemerkt, dass sie Fremdlinge wären und Unbekannte. Die ganze Gesellschaft wie aus einem Guss.»

An klingenden Namen fehlts auch heute nicht: Lauberhorn-Sieger Beat Feuz etwa gehört zu den Stammgästen.  Hier entstand auch die berühmte Kemmeriboden-Bad-Meringue. «Mein Grossvater und der hiesige Bäcker entwickelten sie vor über 70 Jahren», erzählt Reto Invernizzi-Gerber, der den Landgasthof in der sechsten Generation führt. «Der Landwirtschaftsbetrieb gab zu viel Rahm ab. Also suchte Grossvater nach einer Lösung. So entstand unsere Meringue mit viel Nidle.» Die neueste Kreation des Hauses: Iglus. Fünf an der Zahl, seit 2008 mit grossem Erfolg im Angebot.

Bettflaschen, Schaffell & Kuschelsocken Die neueste Kreation des Hauses: Iglus. Fünf an der Zahl, seit 2008 mit grossem Erfolg im Angebot.
Aber was trägt man eigentlich im Iglu? Thermo-Unterwäsche? Pyjama? Oder gar nichts?
Wir genossen erst den Waldbeeren-Punsch, entschieden uns dann fürs Pyjama. Die Raumtemperatur im Iglu beträgt ungemütliche null Grad. Aber dank Bettflaschen, Schaffellen und Kuschelsocken vom Hotel ists im Bett angenehm warm. Fünf Iglus stehen zur Wahl, jedes trägt einen Eskimo-Namen. Wir empfehlen das «Nanuq»; Polarbär heisst das im hohen Norden. Ganz allein ist man nicht im Eis: Die fünf Iglus sind mit Tunnels verbunden und nur durch Vorhänge getrennt.
Tipp: Wer mit einer Mütze ins Bett kriecht, schläft besser.

Fondue im Iglu
Wer will, isst auch im Iglu,  bei Kerzenlicht, unter einer warmen Decke und geschützt durch Styrofoam. Das
Fondue ist ausgezeichnet: Gruyère, Vacherin und Appenzeller. Dazu Trockenfleisch aus der Region, Brot und Kartoffeln, Kirsch, Weisswein und Tee. Klar ist, was es im Kemmeriboden-Bad zum Dessert gibt: Meringue natürlich!

Vom Iglu in den Hot Pot
Wellnessen kann man auch im historischen Gasthof  (Baujahr 1831). Der «Chäs-Spycher» ist heute gewissermassen das Spa. Mit Sauna, Dampfdusche und einem Hot Pot. Gebadet wird draussen, unter freiem Himmel. Im Emmental,  so heisst es,  zeigen sich die Sterne besonders nah.

Langweilig wird es nie: Die Langlauf-Loipe führt am Hotel und den Iglus vorbei. Auch Schneeschuhwandern der Emme entlang macht Spass. Wer es ganz gemütlich mag, geniesst eine einstündige Fahrt in der Pferdekutsche.

Abenteuernacht im Iglu: ab CHF 249.– pro Person inkl. Fondue

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Text: Schweizer Illustrierte

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