Ein Meer von Krokussen - Grenzpfad Napfbergland 4

Endlich. Der Frühling bringt wieder Leben und Farben. Und das Bild der Krokusse auf der Alp Rämisgummen hats mir angetan. Also los, das Wetter und die Zeit nutzen, Sandwich und Schoggi einpacken, die Krokusse will ich grad mit dem Grenzpfad Etappe 4 kombinieren.

Die BLS bringt mich von Belp nach Trubschachen. Einen Sack Guetzli bei Kambly mitnehmen würde ich gerne, hab aber durch meine Fotografenausrüstung kaum Platz. Empfehlenswert, der Besuch in dieser Erlebniswelt! Der Pfad geht anfangs grad ein paar Höhenmeter hoch, aber schon bald gehts gemächlicher dem Ziel entgegen. Weitsicht, die Wetterentwicklung, schöne Emm entaler Häuser, das Pfeifen von Vögeln oder das Flirten mit jungen Kühen, Erlebnisse auf dem Weg!

Under und Obere Houene sind nächste Wegmarken und dann offenbart sich langsam die Welt der Krokusse. Anfänglich finde ich nur ein paar Einzelne, mache Pause und nehme ein paar der Schönheiten in den Fokus. Da müssen aber noch mehr sein, denke ich. Also weiter! Unmittelbar nach dem Rämisgummenhoger dann also doch, das Meer von Krokussen , noch etwas weit entfernt, aber farbig schimmernd. Wow! Minuten später stehe ich vorsichtig inmitten dieses Meers aus Krokussen. Eindrücklich! Meine Zeit vor Ort muss ich kürzen, dunkle Wolken ziehen zusammen, ich muss noch weiter nach Marbach.

Mir gefällt diese Wanderung entlang des Grenzpfads, mal auf, mal ab, und unendliche Aussichten. Der Wachthubel mit seinen 1415 m fordert nochmals ein kurzer Aufstieg, ich steige aber grad runter nach Marbach, die Wolken sind noch dunkler geworden und erste Tropfen fallen. Ich kürze den Abstieg etwas ab und erreiche in weniger als einer Stunde Marbach. Glück, 6 Minuten später bringt mich das Postauto nach Escholzmatt und die BLS zurück nach Belp. Müde, glücklich, ein paar schöne Bilder und Eindrücke im Sack.

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Während der ganzen Wanderung hab ich mit meinem Smartphone Fotos gemacht und diese mit der App Instagram bearbeitet. Ich habe diese dort und auf Twitter gepostet unter dem Hashtag #grenzpfad4. Mit der klaren Absicht, weitere Leute in die Wanderung einzubinden und diesen Grenzpfad virtuell auszustrahlen. Für mich als Fotograf und Marketingfachmann ein weiteres kleines Experiment um aufzuzeigen, wie Tourismusdestinationen Kommunikation und Marketing auffrischen können. Die Anfrage mit diesem Blog-Beitrag kam dann auch ganz spontan von @emmentalvalley via Twitter rein, als ich bereits im Zug unterwegs war.

Meine Instagram-Bilder zeigen Momente dieses Tages, vom Packen Zuhause bis zur finalen PostAuto-Haltestelle.

Autor und Wanderer: Mattias Nutt , Bündner in Bern, arbeitet als Fotograf und Marketingfachmann. Postet regelmässig auf Facebook , Twitter und Instagram

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