Ein neuer Wandertipp von Hanspi Schär

Der Hochsommer mit Temperaturen von weit über 30 Grad hat sich verabschiedet. Macht nichts, werden zumindest jene Leute denken, welche kühle Morgen, warme Tage und eine klare Fernsicht mögen. Diese Zeit beginnt jetzt, und pünktlich dazu hat uns Hanspi Schär aus Utzenstorf wieder einen Wandertipp samt prächtigen Bildern geliefert.

Diesmal zieht es den Hobbyfotografen in die Höhe, hin zu einem markanten Punkt, den alle kennen – aber wohl nur die wenigsten schon effektiv gesehen haben. Gerade das verborgene Reduit aus dem 2. Weltkrieg ist eine Besonderheit. Und sowieso: Was ranken sich nicht alles für Geschichten um diesen Punkt, den wunderbaren Schybegütsch.

Kari Uetz, der Schriftsteller aus Trub etwa, lässt seinen „Lugi Üeueli“ schon vor dem Frühstück dort hinaufklettern und einen Bartgeier besiegen. Eier habe er dort gefunden, von denen ihm seine Mutter monatelang Spiegeleier habe braten können. Und all die Ziegen-und Schafschellen, welche im Nest des gefrässigen Tieres liegenblieben waren, statteten gemäss Lugi-Üeueli“ ein halbes Tal mit neuen Glocken aus.

Nun denn, lassen wir Hanspi Schär zu Wort kommen und geniessen wir vor allem seine wunderbaren Bilder!

Kemmeribodenbad-Schybegütsch:

Ausgangsort: Kemmeribodenbad. Zeitbedarf: 3 Stunden hin, 2.5 bis 4 Stunden zurück, je nach Variante. Ausrüstung: Bergwanderer-Ausrüstung, Taschenlampe, besser noch eine Stirnlampe für den Stollen. Verpflegung: Aus dem Rucksack und/oder Gasthof Kemmeribodenbad. Besonderheit: Auf-und Abstieg je über 1100 Meter. Hanspi Schär wählte für den Aufstieg den Weg durch die Militäranlage im Schybegütsch, der Aufstieg zum und durch den Stollen ist nicht ausgeschildert und der Trampelpfad wird nicht unterhalten, er ist sehr steil und sollte nur bei absoluter Trockenheit benützt werden! Steinschlaggefahr! Jeder geht diesen Weg auf  eigenes Risiko! Aber keine Sorge, es gibt auch einen offiziellen Weg.

Die Wanderung: Ein heisser Tag wurde vorausgesagt und deshalb begann Schär seine Wanderung eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang, um 5.30 Uhr bei Punkt 976 im Kemmeribodenbad. Kurz vor Punkt 1245 entschied er sich, links nach Unter Imbärgli, Ober Imbärgli und weiter zu Punkt 1757 zu wandern. Dann ging es weiter über den Pfad, der zur Militäranlage führt. Das Ziel, der Schybegütsch liegt auf 2037 Metern über Meer. Für den Abstieg wählte er den Weg Richtung Türstenhäuptli, bei Punkt 2029 gings rechts hinunter nach Chlus (Hütte) und wieder hinunter nach Unterimbärgli und Kemmeriboden.

Übrigens: Die Geschichten von „Lugi Üeueli“ finden sich im Buch „Trueber“ von Karl Uetz.

Text: Verena Zürcher, Bilder: Hansp Schär

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