Erfrischend leidenschaftlich und authentisch: „Ächts Ämmital erläbe“

Das Emmental, das Tal der tausend „Höger u Chräche“ ist die Heimat von faszinierenden Menschen, welche im Einklang mit der Natur leben und die Traditionen pflegen. Mit „Ächts Ämmital erläbe“ gewähren mehrere Gastgeber den Besuchern überraschende und spannende Einblicke in ihre Welt.

Das Emmentaler Dorf Trubschachen liegt eingebettet in die für diese Gegend typische grüne Hügellandschaft und ist bekannt für die Feingebäck-Spezialitäten des Schweizer Traditionsunternehmens Kambly. Weniger bekannt ist, dass rund um die Kambly Erlebniswelt innovative, authentische Ausflugsangebote bestehen, welche von leidenschaftlichen Gastgebern angeboten werden und als echte Geheimtipps gelten. Wir haben uns in den Sommerferien aufgemacht, die unbekannten Winkel des Emmentals zu entdecken.

Wo die Traditionen gelebt werden
Wir fahren ins Kambly Erlebnis in Trubschachen, wo an diesem Vormittag emsiges Treiben herrscht. Es duftet herrlich nach frischem Gebäck und wir schauen den Maîtres Confiseurs über die Schultern, die mit spielerischer Leichtigkeit süsse Kunstwerke anfertigen. Nach einer feinen Tasse Kaffee werden wir von Ernst „Aschi“ Ulmann abgeholt. Er ist ein begnadeter Steinmandli-Bauer, dessen vergängliche Kunstwerke viele Emmentaler Bachläufe zieren. Er nimmt uns mit an die Ilfis, die nur ein paar hundert Meter vom Kambly Erlebnis entfernt vorbei plätschert. Ernst macht sich sofort ans Werk und erläutert, worauf es beim Bau eines Steinmandlis ankommt: „Ertastet vorsichtig, wohin der Stein will. Ist er einmal stabil, kann man ihn stärker belasten als man denkt.“ Jetzt sind wir an der Reihe und machen uns motiviert daran, unser erstes Steinmandli zu bauen. Es braucht viel Geduld und Fingerspitzengefühl, aber mit den Tipps des „Steineflüsterers“ Ernst, beginnen sich bald die ersten Steinmandli zu erheben. Wir sind begeistert und hätten nicht damit gerechnet, dass Steinmandlibauen inmitten der Natur, umgeben vom plätschernden Fluss und den zwitschernden Vögeln, derart meditativ und entspannend wirken kann.
Am Mittag stärken wir uns im Café Restaurant Töpferei. Dieses liegt in Fussdistanz im Dorf und bietet gemeinsam mit der im selben Haus beheimateten Töpferei Aebi das Angebot „Dekorieren eines Chachelis mit Apéro“ sowie Themenabende an.
Am Nachmittag sind wir im Heimatmuseum Trubschachen verabredet. Im Stöckli aus dem 18. Jahrhundert erhalten wir Einblick ins Leben der Leute im Emmental zu Gotthelfs Zeiten. Der Führer kennt unzählige Anekdoten, mit denen er die Ausstellungsgegenstände richtiggehend zum Leben erwecken kann. Im kühlen Keller dürfen wir anschliessend von Hand unser eigenes „Anke-Mödeli“ (Butter) nach traditioneller Art herstellen.
Mit vielen Eindrücken im Gepäck fahren wir zum Bauernhof von Armin Kunz, hoch über Trubschachen. Wir haben die Übernachtung in seinem „Alpstübli“ gebucht, wo wir im herrlich duftenden Heu die Nacht verbringen werden. Wir sind überwältigt von der Aussicht über die Emmentaler Hügel und geniessen einfach die Stille und die schöne Abendstimmung auf dem Bänkli vor dem Bauernhaus. Nach dem Nachtessen nimmt uns Armin, der Emmental Ranger, mit auf die Fledermaus-Wanderung. Wir erfahren Überraschendes über diese geheimnisvollen Tiere und beobachten sie beim jagen. Wussten Sie zum Beispiel, dass eine Zwergfledermaus pro Nacht 3500 Mücken verspeist?

Ausgeschlafen und gestärkt mit einem typischen Emmentaler Frühstück, machen wir uns am nächsten Tag auf, weitere Geheimnisse der Region zu entdecken. Was wäre das Emmental ohne seinen Käse? Wir haben gehört, dass es ganz in der Nähe eine Alp gibt, wo der Käse noch traditionell über dem Feuer hergestellt wird. Hans Ulrich Baumann empfängt uns an diesem sonnigen Morgen auf der Alp Gmünden. Wir dürfen ihm beim Käsen über die Schultern schauen und nach einem währschaften Älpler-Znüni, wo er uns aus seinem Alltag auf der Alp erzählt, selber mithelfen, auf traditionelle Art Käse herzustellen.
Nach so viel Käse, haben wir Lust bekommen, noch mehr über dieses Naturprodukt zu erfahren. Wir nehmen den Weg auf den Hüpfenboden unter die Räder. Unterstützt vom Antrieb der E-Bikes folgen wir ab Langnau der Kambly Erlebnis Tour (Route 777), die an der Käserei Hüpfenboden vorbei führt. Bernhard Meier erwartet uns bereits. Er ist Bergkäse-Olympiasieger und der einzige Hersteller von Gotthelf-Emmentaler, einem nach den Richtlinien von Slow-Food hergestellten Emmentaler Käse. Wir sind gespannt auf die Führung durch seine Bergkäserei. Und was könnten wir uns besseres vorstellen, als diese zwei wunderbaren Erlebnistage bei einem Apéro mit den Käsespezialitäten von Bernhard Meier ausklingen zu lassen? Wir sind begeistert über die erfrischende Art, wie unsere Gastgeber uns ihre Leidenschaft für ihre Tätigkeit vermittelt haben. Sicherlich werden wir mit Freunden wiederkommen!

Informationen und Buchung der Angebote: www.kambly.ch/erlebnis-emmental

Die Gastgeber und ihre Angebote

Ernst Ulmann: Aschi’s Steinkunst
Gäste erleben die Faszination von Gleichgewicht, Schwerkraft, Feingefühl, Farbenvielfalt und Kreativität inmitten der entschleunigenden Flusslandschaft. Sie bauen Steinmandli unter kundiger Anleitung am Fluss und tauchen in die geheimnisvolle Welt der Steine ein. Dieses Naturerlebnis lässt jeglichen Stress vergessen!
www.aschis-steinkunst.ch

Armin Kunz und Sandra Scheidegger: Naturerlebnis Heidbühl
Armin Kunz, der Emmental Ranger und Landwirt, kennt das Emmental mit seiner Flora und Fauna in-und auswendig. Die Teilnehmer tauchen mit ihm in die mystischen Welt der Emmentaler Sagen ein oder entdecken die Wunder der Natur und einheimische Tiere auf einer seiner erlebnisreichen Führungen bei Tag oder Nacht. Die fahrende Werkstatt bietet Gelegenheit abzuschalten und mitten in der Natur der eigenen Kreativität zu frönen.
www.naturerlebnisheidbuehl.ch

Fledermaus Wanderung mit dem Emmental Ranger

Martina Zurbrügg: Töpferei Aebi
Die Töpferei Aebi ist eine der letzten Töpfereien der Schweiz und stellt seit 1901 eigenes Geschirr in Handarbeit her. Unter kundiger Anleitung einer Keramikerin bemalen die Gäste ihr eigenes Geschirr (Trinkbecher,Tasse, Teller). Sie erfahren dabei Spannendes über das traditionelle Handwerk und geniessen kreative Momente in einem geschichtsträchtigen Ambiente.
www.aebi-keramik.ch

Chacheli bemalen in der Töpferei Aebi

Hanna Eichenberger: Café Restaurant Töpferei
Für Emmentaler Gaumenfreuden sorgt das Café Restaurant Töpferei mit Hanna Eichenberger als Gastgeberin. Der kreative Workshop in der Töpferei lässt sich hervorragend mit einem feinen Drei-Gang Menu kombinieren. Im Winter lädt Hanna Eichenberger zum chüschtigen Hüpfenboden Fondue im Garten der Töpferei ein. Sonntags werden die Gäste mit einem reichhaltigen Töpfer-Brunch verwöhnt.
www.cafe-restaurant-toepferei.ch

Bernhard Meier und Marlies Zaugg: Käserei Hüpfenboden
Hoch über dem Talboden, inmitten der grünen Emmentaler Hügel, heissen der Bergkäse-Olympiasieger Bernhard Meier und seine Frau Marlies Zaugg die Gäste zur Käse-Degustation willkommen.
Sie erfahren vom Käsermeister persönlich, was es mit dem einzigartigen Gotthelf Emmentaler
(Slow Food) und den weiteren hier produzierten Käsespezialitäten auf sich hat. Bei der Führung durch die Käserei erhalten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in den Alltag der Käser-Familie.
www.huepfenboden.ch

Käsedegustation mit Bergkäse Olympiasieger Bernhard Meier


Hansruedi Hunziker: Heimatmuseum Hasenlehn
Die historische Häusergruppe in Trubschachen, bestehend aus Bauernhaus, Stöckli und Spycher aus dem 18. Jahrhundert, bildet einen einzigartigen Erlebnisraum für Kultur und Brauchtum. Die kurzweilige Führung, angereichert mit spannenden Anekdoten, im Heimatmuseum Hasenlehn lässt die Besucher lebhaft in die Zeiten des berühmten Schriftstellers Jeremias Gotthelf eintauchen.
www.stiftung-hasenlehn.ch

Hans Ulrich Baumann: Alpkäserei Gmünden
Beim Besuch der Alpkäserei Gmünden lernen die Besucher die traditionelle Art des Käsens über dem offenen Feuer kennen. Sie schauen dem Käsermeister über die Schultern und stärken sich bei einem währschaften Älpler-Znüni für die anschliessende Mithilfe bei der Käseherstellung über dem offenen Feuer. Der Besuch kann mit einer zweistündigen Fahrt mit «Ross u Wage» (Pferdekutsche) durch den idyllischen Gohlgraben zurück nach Trubschachen abgerundet werden.
www.lebensart.ch

Hans Ulrich Baumannn an der Arbeit in der Alpkäserei Gmünden

Kambly Erlebnis
In der Kambly Erlebniswelt tauchen die Besucher in die über 100 jährige Geschichte des Schweizer Traditionsunternehmens Kambly ein und entdecken die Geheimnisse der Feingebäck-Kunst.
In der ersten Backstube des jungen Firmengründers Oscar R. Kambly erfahren sie, wie er nach dem Rezept seiner Grossmutter Bretzeli bäckt und immer wieder Neues entwickelt. In der Kambly-Schauconfiserie schauen sie den Maîtres Confiseurs über die Schultern und erfahren von ihnen viel Wissenswertes über die Herstellung edler Feingebäck-Spezialitäten. Auf Voranmeldung können Gruppen ihre eigenen Kreationen unter kundiger Anleitung der Kambly Confiseure backen.
Im grosszügigen Fabrikladen stehen über 100 Gebäcksorten zur Degustation bereit, die nach Herzenslust verkosten werden dürfen und das Kambly Café lädt zum Verweilen ein.
www.kambly.ch/erlebnis

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