Frühling im Emmental

Die Flyerfahrer auf der Herzroute, die an meinem Haus vorbeiführt, machen es deutlich: Es ist Frühling geworden im Emmental.

Irgendwie kann der Frühling ganz schön gemein sein. Ich bin sicher, dass Sie alle das auch schon erlebt haben: Erste warme Tage, apere Strassen, Schneeglöcklein, die ihre Köpfe in die Höhe recken. Das motiviert, dem Winterspeck den Kampf anzusagen, sich dem Sport in freier Natur zu verschreiben. Joggen, biken – oder gar erstes Hacken im Garten.

Und in der Nacht dann der Muskelkater. Der wäre auszuhalten, wenn man morgens nicht erwachen müsste und als erstes auf dem Dachfenster zehn Zentimeter Neuschnee sieht. Die Krämpfe in Armen und Beinen werden ob diesem Anblick binnen Sekunden unerträglich. Aber das ist eben Frühling, Schönwetterphasen können sich noch bis Ende April mit Schneegestöber abwechseln. Im Brandöschgraben bei Trub sollen am letzten Montagmorgen gar 40 Zentimeter Neuschnee gelegen haben.

Aber zum Glück ist die Märzsonne schon kräftig. Die weisse Pracht, welche wir im Februar so sehr genossen haben, verschwindet rasch. Und die Emmentaler Landschaft lockt mit erstem Grün, ganz vielen Frühblühern und ersten hübschen Dekorationen in den Gärten und auf Fenstersimsen. Wir haben für Sie einige Eindrücke in und um Langnau festgehalten.

Bilder: Frühling im Emmental – das Album.

Übrigens: Die Wetterprognosen sind für die kommenden Tage einheitlich: Trocken, schön und mild! Also nichts wie raus in den Frühling!
Text: Verena Zürcher, Bilder: Amandine Robin

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