„Hexenkräuter“ entlang der Emme

Wildkräuter geniessen wie selten zuvor grosse Aufmerksamkeit. Vor allem im Sektor Heilpflanzen gibt es immer mehr Leute, die ihr Wissen erweitern wollen. Das Buch „Heilpflanzen an der Emme“ ist dazu eine sehr gute Hilfe.

Endlich ist das Regenwetter vorbei! Und die Sonne lockt wieder ins Freie. Sobald auch die Temperaturen wieder sommerlich sind, werden sich entlang der Emme wieder Völkerscharen bewegen, die Füsse baden und Brätlifeuer entzünden. Warum dabei nicht mal einen Blick ins Dickicht werfen und Kräuter für die Hausapotheke sammeln?
Die Heilkräuterwanderungen von Regine Gerber, welche wir hier im Frühling vorgestellt haben, sind auf jeden Fall gut gebucht. Landwirte, die seit Jahren auf den Anbau von einheimischen Wildblumen und Wildkräuter setzen, sind sich des Erfolgs gewiss. Der Trend, sich selber das eine oder andere Kraut in der Natur zu holen und es in der Küche oder für Heilzwecke à la Grossmutter zu verwenden, ist ungebremst.

Der Pharmaziestudent Kevin Nobs aus Rüedtligen hat für seine Maturarbeit Heilpflanzen an der Emme gesucht, gefunden, eindrücklich dokumentiert und beschrieben. Was er zusammengetragen hat ist spannend und manchmal auch erstaunlich. Wer hätte gedacht, dass man aus Rotem Klee einen Tee gegen Wechseljahrbeschwerden brauen kann?

Nun liegt diese ansprechende, reich bebilderte Arbeit in Buchform vor. „Heilpflanzen an der Emme“ erschien vor wenigen Wochen im Ott-Verlag. Es kostet 38 Franken und kann im Buchhandel erworben werden.

Übrigens: Selbstverständlich – und auch das ist im Buch äusserst gut beschrieben – darf nicht jede Heilpflanze nach Belieben verwendet werden. Nobs spricht in seinem Buch wiederholt von „Drogen“. Falsch angewendete Zubereitungen und Dosierungen können gerne das Gegenteil bewirken oder gar gefährlich sein!

Text: Verena Zürcher, Bilder: zvg/Wikipedia
www.landverlag.ch

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