Neues über den "wilden Kerl" Gotthelf

Was lange währt, wird endlich gut: Am kommenden Samstag wird in Lützelflüh das Gotthelf-Zentrum eröffnet.
Seit Jahren wird in Lützelflüh diskutiert, ob ein Gotthelf-Zentrum errichtet werden soll. Ideen wurden verworfen, neue geboren. Und irgendwann dann fiel der Entscheid, dem Emmentaler Pfarrer und Dichter Albert Bitzius alias Jeremias Gotthelf ein eigens Zentrum zu widmen.

Vorerst wird in den Räumen, die rund ums Pfarrhaus Lützelflüh, dem Wirkungsort von Jeremias Gotthelf, gruppiert sind, ein Museumsbetrieb mit Café geführt. Die Dauerausstellung soll Einblick geben in das Leben und Wirken des bekannten Pfarrers und Schriftstellers, der scheints nicht etwa der Kunst sondern der Gesellschaftskritik wegen zur Feder gegriffen habe.

Aber nicht primär oder nur der Schriftsteller Gotthelf wird mit dem Zentrum erneut ins Rampenlicht gerückt. Die Ausstellungen sollen auch Einblicke geben ins familiäre Leben des Streitbaren. Kurator Beat Gugger sagte gegenüber der „Berner Zeitung“: „Bitzius war ein wilder Typ. Er hatte nicht nur die Theologie im Kopf, auch wenn er Pfarrer war. Er hatte nicht ungern Frauen und war nicht gut auf die Aristokratie zu sprechen – obwohl er selber aus einer Patrizier-Familie stammte.“
Man darf also gespannt sein, was es im neuen Gotthelf-Zentrum über den „wilden Kerl“ Gotthelf zu erfahren gibt.

Übrigens: Die Gruppierung der Häuser rund um die Kirche Lützelflüh (Pfarrhaus, Pfrundscheune, Ofenhaus und Spycher) sind an und für sich schon sehenswert.
Text: Verena Zürcher, Bilder: Wikipedia
www.landverlag.ch

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