Rundwanderung Signau – eine runde Sache

Noch liegt vielerorts Schnee, doch der Frühling kündet sich schon an. Der blaue Himmel lockt uns, wie viele andere Sonnenhungrige, nach draussen. Für heute haben wir uns eine schöne Rundwanderung mit Start und Ziel in Signau ausgesucht. Von der Kirche gehts steil hinauf nach Blaseflue, dann gemütlich leicht bergab zur Moosegg und via Egguriedegg wieder hinunter nach Signau. Die Wanderung dauert circa drei Stunden. Eine runde Sache, natürlich mit einer Pause in einem schönen Gasthof.

Auf dieser Rundwanderung sind die Berge ständige Begleiter.

Eine andere Gruppe nimmt den Wanderweg von Signau hinauf zur Blaseflue auch gerade unter die Füsse. Der Blick der Wandervögel ist zuerst ähnlich kritisch wie der unsrige: Das tückische Eis, das mancherorts noch auf dem Weg liegt, fordert Trittsicherheit und Vorsicht. Bald schon schnaufen wir heftig in die Höhe, doch zwischendurch entschädigt uns der Blick auf die Schrattenfluh sowie auf Eiger, Mönch und Jungfrau für die Anstrengung. Bei Ober Rainsberg auf circa 940 Meter ist der steilste Teil bereits geschafft. Eine gelangweilte Katze will mitwandern, doch nach ein paar Metern überlegt sie es sich doch anders. Nun geht es stetig leicht aufwärts zur auf 1118 Meter über Meer gelegenen Blaseflue. Die Sicht ist heute etwas getrübt, doch man blickt von hier weit ins Emmental, entdeckt runde Hügel, dunkle Tannenwälder und – immer wieder – schneebedeckte Berge.

Kulinarischer Zwischenstopp mit Bergsicht

Das Gipfelpanorama lässt sich übrigens auch von der Terrasse des heimeligen Gasthofs Waldhäusern ausgezeichnet betrachten. Und auch der Blick auf den eigenen Teller und jene der Tischnachbarn macht Freude. Zu sehen sind Klassiker wie Schnitzel und Pommes oder Cordon-Bleu, aber auch altbewährte Spezialitäten wie der Berner Teller oder «Suure Mocke». Die Terrassenplätze sind heiss begehrt und auch drinnen herrscht Hochbetrieb. Bloss einige Minuten zu Fuss entfernt würde auch das Hotel Moosegg zum Bleiben verlocken, doch auch wir haben nur einen Magen, leider. Aber wiederkommen macht ja bekanntlich Freude …

Rundumsicht auf der Moosegg

Kurz nach dem Beizenstopp erfreut uns die Rundumsicht auf der Moosegg: Auf beiden Seiten des Wanderwegs kann man die freie Sicht auf Berge und Hügel in aller Ruhe geniessen. Unser Weg zurück nach Signau führt via Egguriedegg über verträumte Waldwege und an kleinen Bächen entlang Richtung Schüpbach. An Einfamilien- und Bauernhäusern vorbei gehts danach zurück an den Ausgangspunkt. Bald gelangen wir wieder zur Dorfkirche in Signau. Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zum Bahnhof. Oder aber, man lässt die Wanderung in einem der örtlichen Restaurants gemütlich ausklingen. So oder so - eine runde Sache!

Kulinarische Zwischenhalte:

Gasthof Waldhäusern, Moosegg

Hotel Moosegg, Moosegg

Fotos und Text: Christian Bärtschi

Gleich nach der Dorfkirche Signau gehts steil bergauf Richtung Blaseflue.
Gleich nach der Dorfkirche Signau gehts steil bergauf Richtung Blaseflue.

Ein schmaler Waldweg führt uns zuerst nach Ober Rainsberg.
Ein schmaler Waldweg führt uns zuerst nach Ober Rainsberg.

Die Schrattenfluh in ihrer ganzen Pracht.
Die Schrattenfluh in ihrer ganzen Pracht.

Eine gelangweilte Hofkatze will mitwandern, aber nur fünf Meter.
Eine gelangweilte Hofkatze will mitwandern, aber nur fünf Meter.

Bergpanorama satt - kurz vor der Blaseflue.
Bergpanorama satt - kurz vor der Blaseflue.

Weitblick auf der Blaseflue.
Weitblick auf der Blaseflue.

Mit dieser Aussicht macht das Wandern doppelt Spass.
Mit dieser Aussicht macht das Wandern doppelt Spass.

Der Berner Teller
Der Berner Teller

Auf dem Rückweg Richtung Schüpbach.
Auf dem Rückweg Richtung Schüpbach.

Kurz vor der Ankunft in Signau.
Kurz vor der Ankunft in Signau.

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