Wunderbare Novembertage im Oberen Emmental

Fast halbstündlich wechselt das Wetter in Langnau. Kein Wunder, das Zentrum des oberen Emmentals ist dieser Tage Tor zum puren Sonnenschein. Aber immer wieder verirren sich ein paar Nebelfetzen nach Langnau. Das macht die Stimmung einzigartig.

Der frühe Wintereinbruch neulich war für die Menschen - nicht nur jene im Emmental - ein zweischneidiges Schwert. Einerseits war die weisse Pracht wirklich schön. Aber halt viel zu früh für unser Empfinden. Umso mehr geniessen wir nun diese prächtig bunten Novembertage - sie verkürzen den Winter auf angenehme Weise. Doch nicht überall ist das Wetter so schön wie im oberen Teil des Emmentals. Wer dieser Tage in und um Langnau ein wenig in die Höhe geht, wird Zeuge eines sonderbaren Schauspiels! Nebelschwaden ergiessen sich wie rückwärts strömende Wasserfälle über die Hügel - nur um Minuten später wieder wie Geister zu verschwinden.

Besonders eindrücklich war die Stimmung heute morgen auf Dürsrütti. Die Aussicht hier oben ist grandios, die Waldränder sind bunt und milde, fast könnte man im Shirt ins farbige Laub liegen und den Tag so verplämperln. Aber auch ein Sapziergang im legendären Dürsrütti-Wald lohnt sich: Zwar steht nur noch eine der Weisstannen, die früher dank ihrer unglaublichen Grösse (zirka 140 cm Durchmesser) weitherum für Aufsehen sorgten. Der Dürsrütti-Wald, das war Inbegriff von Wachstum und Reichtum. Die letzte Zeitzeugin sehen Sie in unserem Fotoalbum.

Übrigens: Sturm Lothar kürzte den Spitz der letzten mächtigen Dürsrüttitanne um rund zehn Meter.

Text: Verena Zürcher, Bilder: Katariina Suonpää und Verena Zürcher

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