Schwarzwaldmädel auf der Moosegg!

Das „Schwarzwaldmädel“ von Leon Jessel wird immer wieder aufgeführt und neu inszeniert. Dieses Jahr verlegt Regisseur Simon Burkhalter die beschwingte Operette aus dem Jahr 1917 vom Schwarzwald ins Emmental - genauer gesagt auf die Moosegg.

Moosegg-Balzfest

Barbara ist eine junge, zierliche Frau, die im Hotel Moosegg als Hausmädchen lebt und arbeitet. Sie versteht sich gut mit dem dortigen Chorleiter Luzius Gerber, der trotz seines fortgeschrittenen Alters insgeheim Liebesgefühle für das Mauerblümchen hegt. Eines Tages tauchen zwei adrette Herren aus dem Schwarzwald auf, die die Beziehungskonstellationen und den friedlich-geordneten Lauf der Dinge ins Wanken bringen.

Das im Schwarzwald traditionelle Cäcilienfest wird in das Moosegg-Balzfest umbenannt. Traditionell will es der Brauch, dass die Frauen die Männer zum Tanz auffordern und so ihren Herzbuben gleich in Beschlag nehmen können. Das bringt den Kapellmeister Luzius Gerber in wahre Liebesnöte. Denn die Dame, die er von Herzen begehrt, hat einen anderen in das ihre geschlossen… Zwar ist die Dame nicht abgeneigt gegenüber dem Kappellmeister, aber der Altersunterschied ist doch etwas gross und so weiss Bärbele - das Schwarzwaldmädel - nicht recht, ob sie den Kapellmeister als Liebhaber oder doch eher als väterlichen Freund nehmen soll. Als dann auch noch die zwei fremden Wanderer auftauchen ist das Chaos perfekt. Was mit einer währschaften «Chilbi» beginnt, endet schlussendlich in einer handfesten «Schleglete».

Auf sieben Ebenen hat es auf der grossen Bühne genügend Platz für verschiedene Spielorte: Dorfplatz und Kirchhof, Wirtshaus, Platz zum Kokettieren, Turteln, Singen und Tanzen. Etwas am Rande aber gekonnt platziert ist der Pianist, welcher während der ganzen Operette Gesang und Dramatik mit seinem Spiel begleitet.

Die verschachelte Bühne bietet Platz für alle

Simon Burkhalter versteht es ausgezeichnet, in die bekannten Elemente der Operette, Emmentaler und vor allem aktuelle Sequenzen einzubringen.

Und noch etwas: Bereits die Anfahrt auf die Moosegg, die Aussicht und der Vollmond sind es wert, den Weg an diesen einzigartigen Aufführungsort unter die Füsse zu nehmen. Gönnen Sie sich einen unbeschwerten Abend, spontan – es hat noch Tickets. Einfach hingehen, an der Abendkasse lösen und geniessen! 

Rückmeldung eines begeisterten Zuschauers: „Es ist eine hochprofessionelle Umsetzung mit fantastischen Sängerinnen und Sängern und viel, sehr viel Humor. Eine Comedyoperette par exellence“.

Aufführungen: 19. Juni (Premiere) bis 30. Juni, 20.15 Uhr, auf der Waldbühne Moosegg.

Weitere Informationen und Tickets:

www.freilichtspielemoosegg.ch

https://simon-burkhalter.ch

www.moosegg.ch

Text: Therese Sommer
Bild: Freilichtspiele Moosegg

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